Der Writer-Cup und seine Akteure

Wir berichten über Golf. Wir schreiben, fotografieren, reportieren, kommentieren, filmen. Kennen Bernhard Langer und Martin Kaymer, wissen bestens Bescheid über Pars, Birdies oder Bogeys. Werden elektrisiert vom Ryder-Cup. Am Schreibtisch, am Mikrofon, an der Linse. Doch zumindest einmal im Jahr wechseln wir von der Theorie in die Praxis, da wird aus Schreiben, Fotografieren, Reportieren, Kommentieren oder Filmen selbst Golf spielen. Wir, das sind Golf spielende Journalisten, wie Du und Ich. Wir spielen alljährlich den Writer-Cup aus. Dieser – eine „Erfindung“ des 2015 verstorbenen Münchner Journalisten Egon Stengl - wurde 1992 in Bad Griesbach in einer Glashütte mit dem Mund geblasen – von den damaligen Mitspielern. Das damalige Siegerteam aus Nordrhein-Westfalen transportierte den gläsernen Pokal nach Köln, wo er im Funkhaus nach einiger Zeit nicht mehr auffindbar war. Die üblichen bösen Zungen behaupteten, dass er wohl einer Putzfrau derart missfiel – und sie ihn deswegen kurzerhand entsorgte.

 

Das Team NRW zeigte Reue und präsentierte die Wiedergeburt, um die wir als Wanderpokal nun Jahr für Jahr mit viel Eifer kämpen – getreu dem Motto „Titanenkampf um die Goldene Ananas“. Es geht nur um die Ehre und um keinen wirtschaftlichen Wert.


Seit 2003 – die damalige Initiative gebührt unseren Kolleginnen und Kollegen aus Hessen – lebt unser journalistisches Eigengewächs munter weiter und verbindet die Generation von uns Golf-Oldtimern mit unseren Jungen Wilden, wir, die alten Hasen aus der Gründerzeit, mit den Rookies heutiger Tage. Unser Writer-Cup wird nun alljährlich wechselseitig in einem der Bundesländer Bayern, Berlin-Brandenburg, Hessen und Nordrhein-Westfalen ausgetragen. Jeweils zehn Golf spielende Journalisten dieser Bundesländer kämpfen als Team an einem Turniertag um Netto-Punkte, die besten acht Ergebnisse fließen in die Team-Wertung. Sonderwertungen sind selbstverständlich inklusive. Und am Rande dieser Wettbewerbe tauschen wir nicht nur schwerwiegende Scharmützel nach Art des Golfer-Lateins aus, sondern berichten u.a. auch von zahlreichen beruflich bedingten Erlebnissen beim Ryder-Cup der Weltklasse, bei Olympia oder Weltmeisterschaften. Eine wahre Fundgrube in Sachen persönlicher Amusements.